Dowesee Caspariviertel

Entspannt leben im Herzen der Nordstadt

Gemütliche Spaziergänge im Bürgergarten, lauschige Abende am Dowesee – Spaß bei Rockkonzerten und Comedy, im Eintracht-Stadion, bei Radtouren oder Stadtteilfesten: In der Nordstadt gibt es viele Gelegenheiten, die Tage unterhaltsam zu verbringen. Wer hier wohnt, bleibt meist für lange Zeit – auch wegen der zentrumsnahen Lage und der guten Anbindung an Bus und Straßenbahn.

Ins Auge stechen zunächst die sagenhaften Straßennamen im Quartier. Der Stadtplaner des Siegfriedviertels war ein großer Verehrer der Musik von Richard Wagner. So benannte Herman Flesche die Straßenzüge nach Gestalten aus dem Opernzyklus „Ring des Nibelungen“. Ab den 1920er-Jahren entstanden auf ehemaligen Spargelfeldern die ersten Häuser der neuen Siedlung. Heute ist das Viertel von hoher baukünstlerischer Bedeutung. Nicht wenige Fassaden und Anlagen in der Siegfriedstraße und Umgebung stehen unter Denkmalschutz. Fragt man Menschen aus dem Quartier, was ihnen gut gefällt, hört man oft: „Es ist ja alles hier.“ Viel Grün, Kindergärten, Grund- und Realschule, gute Ärzteversorgung, Imbisse, Restaurants, Eisdiele und Cafés – und vor allem auch gute Einkaufsmöglichkeiten. Im Bienroder Weg und am Nibelungenplatz sieht man regelmäßig Nachbarn und Bekannte, die nach dem Einkauf eine Weile zusammenstehen und erzählen. Vertraut geht es auch auf den Wochenmärkten dienstags und freitags zu. Viele Kunden werden mit Namen angesprochen. Oder zur Begrüßung heißt es: „Heute sind Sie ja spät dran. Ich habe schon was zurückgelegt.“ Am Freitag ist der Platz mit 19 Ständen voll belegt.

Neben der guten Versorgung bietet die Nordstadt hohe Freizeitqualität. Ein besonderer Treffpunkt ist zum Beispiel der Bürgergarten am Dowesee. Fast jeder Besucher hat hier einen Lieblingsplatz: die Liege am See mit Blick auf die Enten zum Beispiel. Oder den Lesestuhl im Rosengarten. Das 15 Hektar große Gelände ist ein Platz der Ruhe und Entspannung, inklusive Schachfeld und großem Schulgarten. Dort werden zum Beispiel Färbepflanzen sowie Heil-, Gewürz- und Giftpflanzen präsentiert. Im Sommer bietet der idyllische Garten „Kultur unter Glas“: Lesungen, Folk, Blues, Rock und Jazz im Gewächshaus oder unter bunten Lichterketten im Hof. Das letzte Ferienwochenende ist stets für die BBG-Open-Air-Nights reserviert: eine große Gartenparty mit leckerem Essen und Livemusik, abgerundet durch ein sonntägliches Kaffeetrinken mit Akkordeon-Orchester.

Markttag
 
Jugendzentrum B58
 

Auch im Rest des Jahres bietet die Nordstadt vielseitige Kultur. Wohnortnah liegt zum Beispiel das „Kult“ im Schimmelhof, das kleinste Theater Braunschweigs. Hier ist in Wohnzimmeratmosphäre Kabarett, Puppenspiel, Zauberei, Musik und Erzählkunst zu erleben. Dazu finden regelmäßig originelle Veranstaltungen statt: etwa das Tango-Café, ein Ü60-Tanztee und Klavierkonzerte im Dunkeln.

Ein vorwiegend junges Publikum spricht das „B 58“ an. Benannt ist es nach der Adresse, dem Bültenweg 58. Im städtischen Jugend- und Kulturzentrum organisiert ein Verein für Musik und Jugendkultur Partys und preiswerte Konzerte. Schwerpunkt: Rock, Hardrock und Punk. Musikern aus der Region stehen ein Tonstudio und Übungsraume zur Verfügung. Neben dem Musikangebot bietet der beliebte Treff eine Kinderetage, einen Teenyclub, eine Sporthalle und ein Café mit Billardtisch, Kicker und Dart. Im B 58 wird auch künstlerisch gearbeitet und oft gekocht.

„Siegfrieds Bürgerzentrum“ im Mittelweg bietet so viel Programm, dass es halbjährlich in einem Flyer vorgestellt wird. Zu den festen Aktionen der Begegnungsstätte gehören zum Beispiel Spielrunden, Lesungen, Vorträge, Handarbeitsgruppen und Erzählcafés mit immer neuen Gästen aus dem Quartier. Ebenfalls sehr aktiv ist die ev.-luth. Kirchengemeinde „Die Brücke“. Vier Gemeinden sind 2013 fusioniert. Die Großgemeinde bietet nun neben Chören, Musikgruppen, Ausflügen oder Tanz- und Basteltreffs immer wieder besondere Veranstaltungen – vom Kindermusical bis zur Kulturnacht. Im Dezember bringt ein „Lebendiger Adventskalender“ viele Nachbarn zusammen. Vor dekorierten Fenstern wird gesungen, vorgelesen und erzählt.

Bestimmt wird dort auch über Eintracht erzählt. Eintracht Braunschweig ist oft ein Thema. Bratwurst und Wolters im Stadion – das ist für viele ein Muss. Auch zu den Spielen des American-Football-Teams New Yorker Lions kommen regelmäßig tausende treue Fans. Die Wege zu den Spielen sind aus dem Caspari-Viertel angenehm kurz – locker zu Fuß oder mit dem Rad.

Eintracht Braunschweig sowie der SV Olympia ermöglichen auch, selbst sportlich aktiv zu sein – auf Tennis- und Fußballplätzen, bei Volleyball und Badminton, in Basketball- und Handballteams, mit Fitness- und Gesundheitssport oder in einem Rock’n’Roll-Club und beim Line Dance. Sogar Tischfußball wird als eigene Sportabteilung angeboten. Vermutlich ist die Nordstadt Braunschweigs sportlichstes Quartier. Denn zusätzlich zum beachtlichen Vereinsangebot bietet der Stadtteil noch ein Bowling-Center, die Boulder-Halle Greifhaus und das Sportbad Wasserwelt mit großem Sauna- und Wellnessbereich. Und im Bienroder Weg wird auf einer ehemaligen Bundesliga-Anlage Minigolf gespielt.

Ideal ist das Viertel auch für Studenten. Es ist umgeben von zwei Mensen, dem Campus Nord und dem Universitätsplatz, einem zentralen Treffpunkt mit Palettenmöbeln, Statuen und einer Telefonzelle, die zum Tausch-Bücherschrank umgestaltet wurde. Am Forumsplatz liegen die Uni-Bibliothek, das Audimax und das TU-Altgebäude. Nebenan wurde das Haus der Wissenschaft eröffnet, eine lebendige Begegnungsstätte rund um Forschung, Wissensvermittlung und Technologietransfer. Das Team organisiert regelmäßig Ausstellungen, Exkursionen, Workshops und unterhaltsame Veranstaltungen. Ganz oben, in 30 Metern Höhe, werden italienische Menüs serviert. Lecker speisen mit Blick über die Stadt.

Neben dem Haus der Wissenschaft steht ein riesiger Dinosaurier. Der weckt Interesse für das Naturhistorische Museum und seine vielfältigen Attraktionen: große Aquarien und Terrarien, rund 30 überregional bekannte Dioramen oder eine der größten Vogelsammlungen Deutschlands zum Beispiel. Kinder können im Museum bei Experimentierkursen forschen. Auch Erlebnisführungen gehören fest zum Programm.

Sehen lassen kann sich auch die Verkehrsanbindung. Die nahe gelegene Hamburger Straße sorgt für einen schnellen Anschluss an die A391 und die A2. Die Innenstadt und das Ringgebiet sind in wenigen Minuten mit Bus und Straßenbahn zu erreichen. Das ÖPNV-Netz ist engmaschig.

Wer lieber Rad fährt, der rollt ebenfalls auf gut ausgebauten Wegen. Direkt vor der Haustür können schöne Radtouren starten. Seit dem Sommer 2018 ist das Caspari-Viertel ans Ringgleis angeschlossen – einen Spazier- und Radweg auf der Trasse des ehemaligen Industriebahngleises. Ab dem Jahr 2020 ermöglicht das Ringgleis, Braunschweig abseits der vielbefahrenen Verkehrswege zu umrunden – auf schönen und gut beleuchteten Strecken mit viel Gastronomie, Kunst und besonderen Plätzen auf dem Weg.

Naturhistorisches Museum
 
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